Professor Mingau

Baumphilologe

Professor Mingaus Forschungen eröffnen einem menschlichen Publikum erstmals den Zugang zu literarischen Werken, die nicht nur von Bäumen handeln, sondern von Bäumen verfasst wurden.

Professor Mingau

Publikationen

1. Monographien

  • Hypochondrie. Revision einer hochstaplerischen Praxis und Tarnung. (Habilitationsschrift). Berlin 1999.
  • Das Lebensseil des pícaro. Hochstapelei als existentielle Selbstbehauptung in Schelmenromanen, Autobiographien, Seefahrerberichten und Inquisitionsakten des spanischen siglo de oro.
    Tübingen 2003.
  • El pícaro-funámbulo. “Hacerse a si mismo” — La indiscernibilidad de impostura y necesidad existencial en la novela picaresca, en autobiografías, relatos de soldados y actas judiciales del siglo de oro.
    Madrid 2004.
  • Hypochondria. The Advanced Impostor’s Practice and Camouflage. Stanford 2005.
  • Das Verschwinden der hölzernen Schiffe und die Wiederkehr des Klabautermanns.
    Zwei Geschichten in einer. Hamburg 2008.
  • Grundrisse einer Theorie des Polterns, Bd. 1. (d.i.: Die Mingau-Kienspansche Poltertheorie).
    Mitverfasser: Dr. Gerd Kienspan. Unveröffentlichtes Manuskript. Berlin 2014.

2. Herausgegebene Bücher

  • Hochstapelei im Focus der Postmoderne. Kongressakten des 1. Internationalen Hochstapler- kongresses. Gemeinsam herausgegeben mit Carsten Jensen. Berlin 1999.
  • Von der Hypothese zum Beweis. Wissenschaftliche Arbeitstechniken für Hochstapler – ein praktischer Ratgeber. Gemeinsam herausgegeben mit Carsten Jensen. Berlin 2000.
  • Mein Instrument ist die Moral. Frau Schmidt aus Halle - Dichterin zwischen naivem Provinzialismus und Dekonstruktion des ostdeutschen Dissidentenpathos. Gemeinsam herausgegeben mit Catrine Sophie Leibtreus und Lola Hackenheim. Leipzig 2004.
  • Begegnungen zwischen Mensch und Klabautermann aus Menschen- und Klabautermannsicht. Zwei Seiten einer Medaille. Gemeinsam herausgegeben mit Dr. Gerd Kienspan.
    (Kritische Quellenstudien zur Klabautermannkunde, 1). Berlin 2009.
  • Kleine Chronik der Infantilisierung der Seefahrermythologie in Textdokumenten von der Romantik bis zur Gegenwart. Gemeinsam herausgegeben mit Dr. Gerd Kienspan.
    (Kritische Quellenstudien zur Klabautermannkunde, 2). Berlin 2010.
  • In-den-Schein-Verbannung des Sichtbar-Gemachten. Protokolle der medialen Visualisierung „unsichtbarer“ mythischer Gestalten unter dem Deckmantel ihrer Fiktionalisierung. Gemeinsam herausgegeben mit Dr. Gerd Kienspan.
    (Kritische Quellenstudien zur Klabautermannkunde, 3). Berlin 2011.
  • Kinder sehen den Klabautermann. Materialien und Erklärungsansätze zum Ausbleiben der skopotaraktischen Polterperzeption im infantilen Entwicklungsstadium des Menschen. Gemeinsam herausgegeben mit Dr. Gerd Kienspan.
    (Kritische Quellenstudien zur Klabautermannkunde, 4). Berlin 2012.
  • Ein Geist (er-)löst sich aus dem Plankenholz. Norddeutsche und baltische Sagenmotive um die Geburt des Klabautermanns im Lichte der wissenschaftlichen Klabautermannkunde. Gemeinsam herausgegeben mit Dr. Gerd Kienspan.
    (Kritische Quellenstudien zur Klabautermannkunde, 5). Berlin 2013.
  • Nun sprecht doch endlich mit den Bäumen! Die historische Mission des Klabautermanns und anderer Poltergeister als Wegbereiter einer Dechiffrierung der Poltersprache und Sprachmittler im Dialog zwischen Bäumen und Menschen. Gemeinsam herausgegeben mit Dr. Gerd Kienspan.
    (Kritische Quellenstudien zur Klabautermannkunde, 6). Berlin 2014.
  • Das Arbolyrikum — Galerie der dichtenden Bäume. Texthefte zur Ausstellung.
    Buckow 2009/ Berlin 2015.
  • Das Arbolyrikum. Die Dichtung der Bäume – Baumpoeten im Portrait. Eine Lyrikanthologie in 4 Bänden. (In Vorbereitung).
  • Heinrich Leupold, Kurze Geschichte der Dendrographie. Übersetzung aus dem Baumhochdeutschen, mit einer Einführung „Der Netzebander Verlegerbaum Heinrich Leupold: seine Verdienste um die Arboliteratur des Berliner Raums und ihre Geschichtsschreibung“. (In Vorbereitung).

3. Aufsätze (Auswahl)

  • Erleuchtung. Vom Privileg des exzentrischen Genies zur Alltagserfahrung des mediokren Allerwelts-Hochstaplers. In: Anthropos 5/2001, S. 23-39.
  • Quelques remarques sur la maladie du «Malade Imaginaire» de Molière.
    In: Littératures comparées 40 (2002), S. 65-72.
  • El Klabautermann alemán – ¿último heredero de la época de Colón?
    In: Hispanic Review 15 (2005), S. 60-69.
  • Quem é isso – o Klabautermann? In: Finisterra 86 (2006), S. 90-105.
  • The “Poltergeist” and the “Geist” of German Idealism. A Rumbling Review of Hegel’s Concept of Work. In: Orbis 111 (2007), S. 41-56.
  • Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Meine menschliche Entdeckungsreise zu euch Baumdichtern. In: netzebander poesie blätter 3/2007, S. 3-15.
  • Die skopotaraktische Polterperzeption. Ein Beitrag zur Erforschung der Unsichtbarkeit von Schiffs- und Poltergeistern. In: ZfR 08/2, S. 25-40.
  • Der Poltergeist und seine Rückkehr zum Holze beim Poltern. Verbindungslinien zu den Dryaden der griechischen Mythologie. In: Mythos und Erkenntnis 2/2009, S. 55-72.
  • La desaparición de los barcos de madera y la reaparicón de sus duendes en las industrias de entretenimiento y juguetes. In: Naufragio del Occidente 95 (2010), S. 3-49.
  • Noch einmal zum Problem der Unsichtbarkeit: Fiktionalisierung als Verschwindenlassen des Sichtbar-Gemachten. In: ZfR 10/1, S. 23-45.
  • Die Menschendichter des Friedrichshagener Dichterkreises. Was wussten sie von ihrem Baumkollegen Albert E. Winter? In: netzebander poesie blätter 2/2011, S. 22-31.
  • „Grüne Genossen im Dickicht der Städte“. Hölzerner Widerstand und kritische Reflexion der kulturellen Hegemonie des Menschen als Themen der Baumdichtung.
    In: Subversiv 4/2011, S. 259-272.
  • Trees as Writers. Towards a New Horizon for Humanities Considering “Arboreities”.
    In: The Yale Review 77 (2011), S. 33-51.
  • How Does an Invisible Ship’s Ghost Look Like? Three Scientific Answers to an Unapproachable Question. In: The Yale Review 78 (2012), S. 14-23.
  • Orpheus als Baum. Ein Vergleich der Überlieferung des Orpheus-Mythos bei Bäumen und Menschen. Ein einführender Kommentar zur Antikenrezeption in der zeitgenössischen deutschen Arboliteratur. In: Welt der Antike 3/2012, S. 11-28.
  • Befand sich der deutsche Humanist Hermann von dem Busche, Mitverfasser der epistulae obscurorum virorum, im Besitz eines in der Arboliteraturgeschichtsschreibung als verschollen geltenden baumlateinischen Manuskriptes? Mutmaßungen über Dunkelbäume, Büsche und Humanisten und ein baumphilologischer Forschungsauftrag zur Erhellung der Arboliteratur der frühen Neuzeit.
    In: ALMA 48 (2013), S. 30-36.
  • Ein erster Einblick in die Sexualpsychopathologie der Bäume: Anthroporastie – Wenn ein Baum einen Menschen liebt. In: Report Psychologie 8/2013, S. 41-55.
  • Il belcanto nella tradizione culturale degli alberi. Seguendo le tracce del legno musicale attraverso i primi documenti accessibili della trasmissione dendrografica, con uno sguardo fugace alla vita propria degli strumenti musicali. In: Rassegna musicale italiana 2/2014, S. 31-63.
  • Ernst Haeckel: «Kunstformen der Natur» et Georges Bataille: «Le Langage des Fleurs». Ont-ils anticipé la découverte de la littérature des arbres ? In : Écriture et Monde 20 (2014), S. 115-127.
  • Baumnymphen und Schiffsgeister. Eine Betrachtung der mythischen Überlieferung im Lichte der Klabautermannforschung und der Baumphilologie. In: Euphrosyne 14 (2014), S. 16-47.
  • Poltern, klopfen, dichten. Ein Versuch über die Rhythmustheorie Rasmus E. Caplans aus menschlicher (und poltertheoretischer) Sicht. In: netzebander poesie blätter 1/2015, S. 48-72.

4. Vorträge (Auswahl)

  • Hochstapelei und postmoderne Gesellschaft – Über-Leben einer anthropologischen Konstante. Eröffnungsvortrag auf dem 1. Internationalen Hochstaplerkongress in Berlin, 6. Juni 1999.
  • Die suggestive Nutzung von Statussymbolen. Vortragsreihe im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme der Agentur für Arbeitssimulation, Herbst 2001 bis Frühjahr 2002.
  • Wind, du Schurke, lass mich mit dir heulen! Nachruf auf eine gefallene Baumdichterin und ihren hinweggefegten Nachlass. Vortrag, gehalten vor der Trauerflora im Wald bei Buckow (Märkische Schweiz), anlässlich der Entwurzelung der Wurzelfichte Ilona Kolkwitz durch den Sturm Kyrill,
    20. Januar 2007.
  • Werden Sie Baumphilologe! Vortrag im Rahmen des Deutschen Germanistentags „Natur – Kultur“ an der Philipps-Universität Marburg, 25. September 2007.
  • Who needs any more German Poets and Thinkers? My First Steps Exploring the Literatury Culture of Trees in Parks and Forests of the Berlin Area. Vortrag an der Yale University, 21. Oktober 2008.
  • As caravelas sonham em português. A madeira chia em alemão. O Klabautermann é o seu intérprete. Vortrag an der Universidade de Coimbra, 22. April 2010.
  • Gemeinsame Wurzeln – mit und ohne Hegel. Überraschende Betrachtungen zur „gleichzeitigen Identität und Nichtidentität“ von Weihnachtsmann und Weihnachtsbaum. Vortrag an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 1. Dezember 2010.
  • Можно отождествлять Дед Мороз с ёлкой? Конечно! Vortrag in der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau, 28. Dezember 2010.
  • La découverte de la Perception Scopotaractique du Tapage – heure décisive dans le chemin humain vers la connaissance de l’invisible. Vortrag an der Université Paris VII, 12. April 2011.
  • Il “Schattenspiel”: un genere letterario e musicale degli alberi tedeschi, eseguito nelle foreste intorno a Berlino nel tardo XVI secolo - testimonio stupendo d’una influenza umana, e proprio italiana?
    Vortrag an der Università degli Studi di Parma, 6. Februar 2013.
  • Spricht hier kein Dichterbaum, so muss ich selber sprechen. Vortrag in der „Waldhalle“ bei Sellin/Rügen, 11. April 2014.
  • Verlassen Sie den Holzweg! Einführung in die Dichtung der Bäume und Ausblick auf die Zukunftsperspektiven der Baumphilologie. Vortrag anlässlich der Vernissage zur Ausstellung Arbolyrikum - Galerie der dichtenden Bäume in Myer's Hotel Berlin, 28. Februar 2015.