Professor Mingau

Baumphilologe

Professor Mingaus Forschungen eröffnen einem menschlichen Publikum erstmals den Zugang zu literarischen Werken, die nicht nur von Bäumen handeln, sondern von Bäumen verfasst wurden.

Studiengänge

am Lehrstuhl für Baumphilologie und Theorie des Polterns

Sie interessieren sich für ein Studium der Baumphilologie? Dann seien Sie herzlich willkommen an unserem unabhängigen Lehrstuhl und in einer der jüngsten, aufregendsten und perspektivreichsten wissenschaftlichen Disziplinen unserer Zeit!

Der Lehrstuhl befindet sich derzeit noch in seiner Gründungsphase. Reguläre Studiengänge schießen natürlich nicht wie Pilze aus dem Boden, sondern sie müssen allmählich wachsen. Sie selbst als ambitionierte/r Student/in können diesen Wachstumsprozess mitgestalten — eine ungeheuer wichtige Aufgabe, denn mittelfristig kann die Verwirklichung der weit verzweigten Forschungs- vorhaben und Übersetzungsprojekte der Baumphilologie, vor allem aber das Wurzelschlagen baumphilologischer Erkenntnisse im allgemeinen Bildungs- system und im gesamtgesellschaftlichen Diskurs nur gelingen, wenn die Ausbildung einer ausreichenden Zahl von Experten sichergestellt wird, die auf dem Weg, den Professor Mingau mit seinen ersten Waldforschungen gebahnt hat, in Zukunft weiter gehen.

Klingt nach ungeöffneten Knospen? Keineswegs! Sie können vielmehr sofort mit dem Besuch von Lehrveranstaltungen beginnen. Zur Einführung besuchen Sie am besten eine baumphilologische Matinee mit Professor Mingau und stellen sich dem Gründer und Koordinator des Lehrstuhls bei dieser Gelegenheit persönlich vor.

Und dann? Suchen Sie sich Ihren persönlichen Baumdozenten! Denn das Säen (seminare) lebendigen Wissens um die Sprache und Dichtung der Bäume kann sich methodisch nur auf dem Wege individueller Begegnungen mit Baumexzellenzen vollziehen. Form und Inhalt der Seminare, die diese ihren menschlichen Studenten angedeihen lassen wollen, liegen dabei von vornherein in ihrem eigenstämmigen Ermessen.

Neben dem außergewöhnlichen Mitarbeiterstamm, der in paritätischer Besetzung aus Bäumen und Menschen besteht, verfügt der Lehrstuhl für Baumphilologie nämlich über ein weiteres, besonders zeitgemäßes und innovatives Alleinstellungsmerkmal: er ist nicht an einen festen Ort gebunden, sondern trägt der Standortgebundenheit seiner hölzernen Mitarbeiter Rechnung, indem er sich problemlos zu ihnen hintragen lässt. Unseren Studentinnen und Studenten steht der mobile Lehrstuhl auf Wunsch jederzeit zur persönlichen Verfügung.

Ziehen Sie damit hinaus in die Wälder und machen Sie sich auf eigene Faust mit Baumdichtern und -gelehrten bekannt; begeben sich ins Unterholz, in hohle Eichenstämme, zwischen Brennholzstapel oder sogar in die Brenn- nesseln, um vielleicht ein altes Baummanuskript zu entdecken! Suchen Sie an Straßenrändern und Feldrainen, in Wäldern, Parks, Schrebergärten und Baumschulen nach Zweigbibliotheken und versuchen Sie, Auszüge aus dem dort gesammelten Baumwissen zu transkribieren und zu übersetzen!

Während viele Gebiete der konventionellen, menschlichen Sprach- und Literaturwissenschaft weitgehend „abgegrast“ sind, eröffnet sich im Reich der Literatur(en) und Sprache(n) der Bäume für Sie als aufstrebende/n junge/n Wissenschaftler/in ein riesiges, unerforschtes Neuland, und damit die Chance, sich mit wegweisenden Arbeiten nachhaltig zu profilieren.

Auch für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Arboliteratur oder mit dem Prozess ihrer Entdeckung durch den Menschen sollte es an fruchtbarem Nährboden nicht fehlen. Erschaffen Sie fesselnde Bilder für das historische Drama des Zusammenlebens und des Kampfes zwischen Baum und Mensch, in dem die eigene Stimme des Baumes für uns so lange „unerhört“ blieb! Befragen Sie Bäume nach neuen Wegen in der Kunst, dokumentieren Sie die Sprachkultur der Bäume in sinnlichen Objekten oder werden Sie als Musiker zum Sprachrohr und zum Gesprächspartner Ihres hölzernen Instrumentes!

Als Sonderbeauftragte des Lehrstuhls für den Aufbau eines Exzellenzclusters „Satirisches Wort“ wird unsere Mitarbeiterin Frau Schmidt aus Halle in naher Zukunft Seminare für Kreatives Schreiben mit Harz und Verstand anbieten.

Das Ausstellen von Seminarscheinen oder oder die Durchführung etwaiger Examen obliegt, genau wie die Konzeption der Lehre selbst, allein unseren erdgebundenen, aber von institutionellen Banden freien Dozenten. Zu dem in anderen Zusammenhängen oft formulierten Ziel, „Wildwuchs zu vermeiden“, stehen die Bestrebungen des Lehrstuhls für Baumphilologie in genauem Gegensatz, womit sie sich zugleich als wegweisend für zukünftige, auf Ver- tiefung und Harmonisierung der kulturellen Beziehungen zwischen Bäumen und Menschen gerichtete Handlungsrichtlinien und Denkansätze erweisen.

Dennoch bittet Professor Mingau Sie, wenn Sie sich für die Aufnahme eines Studiums der Baumphilologie entschieden haben, stets in engem Kontakt zu ihm und den anderen wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen des Lehrstuhls zu bleiben, denn für das zarte Pflänzchen der Baumphilologie ist ein kommuni- katives und kooperatives Klima von größter Wichtigkeit.

Selbstverständlich bietet Professor Mingau Ihnen gerne und unkompliziert Hilfe bei der Orientierung, bei der Wahl Ihrer Studienschwerpunkte, Tipps für den allgemeinen Umgang mit Bäumen und für das Einhorchen in ihre Sprache, oder auch ein Forum für Ihre ersten baumphilologischen Publikationen — gerne gleich hier auf dieser Website!

Der mobile Lehrstuhl